Mit iPad und Lexikon auf Tiersafari
Warum kann ein Axolotl verlorene Körperteile wieder nachbilden? Wie schnell fliegt ein Steinadler? Und welche Feinde hat eigentlich ein Blauwal?
Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 des Städtischen Gymnasiums Straelen in den vergangenen Wochen im Deutschunterricht nach. Im Rahmen eines Rechercheprojekts erstellten die Kinder statt einer klassischen Deutscharbeit ein Lapbook zu einem Tier ihrer Wahl. Über mehrere Wochen hinweg lasen sie Sachtexte, recherchierten in Tierlexika und digitalen Nachschlagewerken auf ihren iPads und nutzten weitere Informationsquellen, die über QR-Codes erreichbar waren. Einige Schülerinnen und Schüler erweiterten ihre Recherche sogar über die bereitgestellten Materialien hinaus und suchten das Gespräch mit Personen, die sich besonders gut mit ihrem Thema auskannten.So konnten sie zusätzliche Informationen aus erster Hand sammeln. Bei ihren Nachforschungen beschäftigten sich die Kinder unter anderem mit Lebensraum, Nahrung, Verhalten, Nachwuchs und besonderen Merkmalen ihrer Tiere. Die Themenauswahl war dabei ebenso vielfältig wie die Tierwelt selbst: Von heimischen Arten bis hin zu exotischen Tieren aus aller Welt war alles vertreten. „Es war schön zu sehen, wie sehr die Schülerinnen und Schüler in ihre Themen eingetaucht sind. Viele wurden im Laufe des Projekts zu echten Expertinnen und Experten für ihr Tier“, berichtet Deutschlehrerin Franziska Bohn. Immer wieder brachten die Kinder interessante Entdeckungen mit in den Unterricht und überraschten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit spannenden Fakten. Auch der elfjährige Leon war von seinem Forschungsthema begeistert: „Ich wusste vorher gar nicht, dass Axolotl verlorene Körperteile wieder nachbilden können. Das fand ich richtig spannend.“ Neben dem Wissenszuwachs blieb den Lehrkräften auch das Miteinander der Klasse in besonderer Erinnerung. „Besonders schön zu beobachten war, wie rücksichtsvoll und hilfsbereit die Schülerinnen und Schüler miteinander umgegangen sind. Sie haben ihr Wissen geteilt, sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam Lösungen gefunden“, berichtet Deutschlehrerin Franziska Wolf. „So entstand eine Arbeitsatmosphäre, in der alle voneinander profitieren konnten.“ Die fertigen Lapbooks zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Neugier und Engagement die Kinder gearbeitet haben. Dabei entstanden nicht nur kreative Ergebnisse, sondern auch zahlreiche spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Tiere.

