Wenn die Zeitreise zur Erkenntnis wird…

In diesem Jahr wurden die Literaturkurse der Q1 und Q2 zusammengelegt, um gemeinsam ein Theaterstück auf die Beine zu stellen. Somit kam ein Kurs mit über 40 Personen zustande, der sich schnell dazu entschied, das traditionelle Oberstufentheaterstück selbst zu schreiben. Die Kursgröße hat uns viele Möglichkeiten geboten, führte jedoch auch an der ein oder anderen Stelle zu Herausforderungen. So war es häufig schwierig, alle Wünsche und Ideen mit in den Werdegang des Stücks einzubeziehen. Obwohl wir das Glück hatten, eine Vielzahl an kreativen Köpfen im Kurs vereint zu haben, mussten wir Kompromisse eingehen, was natürlich zeitweilig auch mal zu einer angespannten Stimmung beigetragen hat. Dennoch ist es uns gelungen, eine tolle Aufführung vorzubereiten.

Das Stück handelt von einer Zeitreise von drei Mädchen, welche die Gegenwart als nicht akzeptable Zeit ansehen und verzweifelt auf der Suche nach „der perfekten Zeit“ sind. Als sie in einer Abstellkammer eine Zeitmaschine entdecken, beginnen sie, durch verschiedene Epochen zu reisen. Dabei werden die Zukunft, die 90er, die 20er und der Wilde Westen besucht. In den jeweiligen Epochen erwarteten die Zeitreisenden verschiedene Stereotype und gesellschaftliche Probleme, die in Alltagssituationen eingebettet sind.

Die drei Zeitreisenden reflektieren nach dem Besuch der jeweiligen Epoche die aufgetretenen Probleme und kommen zu dem Schluss, dass keine der von ihnen besuchten Zeit besser war als die Gegenwart. Diese „Lüge der perfekten Zeit“ nehmen sie jedoch weniger als Entmutigung wahr, sondern vielmehr als Motivation, in der Gegenwart für Veränderung zu sorgen, um diese Stück für Stück zu verbessern.

A. Himmler und L. Hermsteiner (Q1)
