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Die Projektgruppe mit den Zivilcourage-Trainern sowie je einer Vertreterin des Fördervereins und der Volksbank

muTiger in Zivilcourage

In der Projektwoche hat sich unsere Gruppe, bestehend aus zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen EF und Q1, mit dem Thema Zivilcourage beschäftigt.  Das Projekt wurde durch die muTiger-Stiftung unterstützt.

 

Am Montag haben wir mit unseren Lehrerinnen zunächst grundlegend das Thema Zivilcourage behandelt und erarbeiteten eine Definition für Zivilcourage: ,,Eine Verhaltensweise, die darin besteht, ohne Amt und ohne öffentlichen Auftrag für die Durchsetzung humanitärer und demokratischer Werte unter Inkaufnahme persönlicher Risiken einzutreten.“. Zur Veranschaulichung haben wir ein Video angeschaut, welches ein Experiment von Quarks & Co zeigt. In diesem Experiment stellten einige Schauspieler eine Pöbelei in der U-Bahn nach; dies wurde mit versteckten Kameras aufgezeichnet. Danach diskutierten wir den Ausgang des Experiments und stellten uns die Frage, warum nur wenige Fahrgäste bereit waren einzuschreiten. So erarbeiteten wir die verschiedenen Ursachen für die fehlende Hilfsbereitschaft. Ein Grund dafür ist z.B. die ,,pluralistische Ignoranz“, womit gemeint ist, dass sich Menschen die fehlende Hilfeleistung anderer als negatives Vorbild nehmen. Aber auch die Angst um die eigene körperliche Unversehrtheit kann vom Eingreifen abhalten. In einem nächsten Schritt setzten wir uns mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auseinander und erarbeiteten auch, was man in einer Gewaltsituation nicht tun sollte.

 

Am Dienstag erhielten wir Besuch von zwei Herren der muTiger-Stiftung. Zusammen mit diesen besprachen wir, wie wir uns in verschieden Situationen, die zivilcouragiertes Verhalten erfordern, verhalten sollten. Dabei wurde auch erklärt, dass man sich in so einer Situation immer an das Opfer wenden und Vertrauen zu ihm aufbauen sollte, indem man das Opfer persönlich (z.B. mit einem fiktiven Namen) anspricht. Anhand von nachgestellten ,,Reallife-Szenarien“ erlangten wir praktische Erfahrungen. Z.B. stellten wir eine Rangelei um einen Sitzplatz im Bus dar. Hierbei war es interessant zu beobachten, dass, obwohl das Verhalten in dieser Situation vorher ausdrücklich besprochen wurde, nur wenige von uns bereit waren einzugreifen. Dies zeigt, dass selbst bei Situationen, von denen keine reelle Gefahr ausgeht, die pluralistische Ignoranz auftreten kann. Trotzdem überwanden wir uns und waren in der Lage, die Situation zusammen durch verschiedene Lösungswege zu entschärfen. Außerdem legten die Trainer uns nahe, durch eine erhöhte Aufmerksamkeit und eine selbstbewusste Körperhaltung zu vermeiden, selbst in die Opferrolle zu geraten. Sie zeigten uns auch, wie man sich befreien kann, wenn man festgehalten oder sogar gewürgt wird. Als wichtige Leitregel gaben sie uns schließlich mit, dass wir immer auch auf unser Bauchgefühl hören sollen und nicht gezwungen sind, uns selbst in Gefahr begeben. Es reicht, einen Notruf abzusetzen, und zwar lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

 

Letztendlich waren wir uns alle einig, dass uns dieser Lehrgang auch für unser weiteres Leben sehr hilfreich sein wird. Wir hoffen, dass in Zukunft mehr Menschen zivilcouragiert handeln.

Projekttage 2018

In der ersten Woche nach den Herbstferien fanden am Städtischen Gymnasium Straelen die Projekttage in der Zeit vom 29.10-2.11.2018 statt. In dieser Zeit konnten die Schüler bei den verschiedensten Projekten und Workshops Einblicke in unterschiedliche Gebiete bzw. Fächer gewinnen. Manche Gruppen lernten spielerisch und andere wiederum durch klassische Lernplakate. Themen variierten von der Schulgeschichte (EF-Q2) bis zu „Nützes und unnützes Wissen“ (Klasse 9a).

Sportliche Aktivitäten durften natürlich auch nicht fehlen; dieses Thema hatten sich die fünften Klassen unserer Schule gewünscht. Mit viel Engagement und Leistungsbereitschaft haben sich die Neulinge an unserer Schule bei fünf Lehrern mit mehreren akrobatischen Themen beschäftigt. Einige aus der großen Gruppe versuchten sich an Gleichgewichtsübungen; sie spielen Diabolo, fahren Pedalos und jonglieren mit Bällen oder Tellern, wobei andere mit ihren Körpern Pyramiden und andere Figuren bauten. Waveboard fahren durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war interessant zu sehen, mit wie viel Spaß unsere Jüngsten sich durch die Halle bewegt haben, egal ob fahrend oder rennend. Die von uns befragte Mädchengruppe und der einzige Junge (Moritz Boos, JgSt 5) gaben an, dass ihnen das Thema viel Spaß bereitet hat und sie es gerne nochmal machen wollen. Die Mädchen konnten eigene Choreographien erstellen, während Moritz das Jonglieren am besten fand.

Ein ganz anderes, aber dafür nicht weniger spannendes Thema lief im ITG- Raum 1 unserer Schule-das LEGO-Mindstorms Projekt. Bei diesem Projekt bauten und programmierten die Schüler motorangetriebene LEGO-Figuren in Kleingruppen. Anfangs wurden die Grundmodelle der Roboter gebaut und später durften die Schüler selbst kreativ werden und ganz individuelle Figuren bauen. Dieses Projekt war sehr vielseitig, da man Fahrzeuge nach Anleitung bauen konnte oder auch auf sein eigenes Können vertrauen und selbst etwas erfinden durfte. Also auch ein spannendes Projekt der Klasse 6c unter Aufsicht von Herrn Wienen.

Leider ging die spannende und informative Woche zu schnell zu Ende. Wir jungen Redakteure können sagen, dass wir viel mitgenommen haben aus dieser Woche und persönlich auch viel Spaß an unserem Projekt „Journalistische Begleitung“ hatten. Zu Wochenbeginn informierte uns Bianca Mokwa von der Rheinischen Post über die verschiedenen Textformen und ihre Anfertigung. Dann begannen unsere Recherche-Arbeiten, bei denen wir die vielen interessanten Workshops besuchten und uns mit Schülern und Lehrern unterhalten haben. Das Redaktionsbüro unter Anleitung von Frau van Huet und Frau Dr. Terhorst lieferte Beiträge für das Jahrbuch unserer Schule, für die Homepage www.gym-straelen.de, für „Straelen Aktuell“ und Informationen für einen Flyer. Eine Gruppe durfte sogar einen einminütigen Beitrag für den Radiosender Antenne Niederrhein erstellen.

Dominik Lindemann, Dominik Klein, Jonas Weshalowski