Besuch im Watermuseum Arnhem

Am Freitag, den 28. November, durfte der Niederländischkurs der 10. Klasse einen spannenden Tag im Watermuseum der niederländischen Stadt Arnhem erleben. Anlass war die Beteiligung am euregionalen Schulwettbewerb, welcher jedes Jahr von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse absolviert wird – dieses Jahr mit dem Thema „Wasser ohne Grenzen“.
Nach einer gemütlichen eineinhalbstündigen Fahrt kamen wir in Arnhem an. Am Empfang wurden wir freundlich zum Treffpunkt des Museums geleitet. Dieser lag einen Stock tiefer im Konferenzraum des Museums. Dort begrüßte uns eine ältere Dame und erklärte uns den weiteren Ablauf des Tages. Jedem Beteiligten wurde ein Halsband mit dem individuellen Workshop-Plan zugeteilt. Zusätzlich gab es unterschiedliche Teams, die durch die Farbe des Halsbandes eingeteilt wurden, sodass gemischte Gruppen aus allen anwesenden deutschen sowie niederländischen Schulen entstanden. Jede Gruppe bestand aus ungefähr zehn Personen und hatte einen eigenen Zeitplan für insgesamt vier Workshops.

Für die gelbe Gruppe war als Erstes der Workshop „Quiz und Evakuierung“ an der Reihe. Hierbei handelte es sich um einen zweigeteilten Workshop, welcher deutlich machte, dass Wasser zum einen ein Segen sein kann, da es für unseren Körper, aber auch überall um uns herum wichtig ist. Gleichzeitig wurde jedoch auch deutlich, dass Wasser Katastrophen verursachen kann. Dieser Aspekt wurde besonders spannend dargestellt, da wir eine solche Situation in Form einer Simulation nachspielen durften und überlegen sollten, welche Utensilien unpraktisch, praktisch oder sogar überlebenswichtig wären.

Als nächster Workshop folgte ein eher chemisches Experiment. Die Gruppe wurde in Zweiergruppen aufgeteilt und erhielt zwei Aufgaben. Die erste bestand darin, die deutsche Flagge mit verschiedenen flüssigen Stoffen zu konstruieren. Wichtig war hierbei die Dichte der Stoffe, welche bestimmt, ob ein Stoff auf dem anderen schwimmt. So konnten wir durch den Einsatz von Lebensmittelfarbe und genaues Abschätzen die Flaggen von Deutschland und den Niederlanden darstellen. Obwohl die Aufgabe relativ einfach war, machte sie trotzdem Spaß und stellte eine willkommene Abwechslung dar.

Als dritter Workshop stand eine Wasserkarte auf dem Plan, bei der wir mit gelb und blau gefärbtem Wasser das Süß- und Salzwasser der Meere und Flüsse darstellen sollten. Der Fokus lag hier vor allem auf den Folgen von Überschwemmungen oder Verschmutzungen für die Niederlande. Außerdem mussten wir ein Arbeitsblatt mit Fragen ausfüllen, welche zum Großteil eine Herausforderung für die Gruppe darstellten.
Nach einer Pause traf sich die Gruppe zum letzten Workshop wieder im Eingangssaal. Dort wurde uns ein Rätsel erklärt, welches sich im Ausstellungsteil des Museums befand. Die Aufgabe bestand darin, Antworten auf verschiedene Fragen zu finden und diese anschließend zu einer Koordinate zusammenzutragen.

Nachdem wir alle Workshops abgeschlossen hatten, wurde uns noch ein kleines Lunchpaket zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss durften wir die angereiste niederländische Schülerschaft in Form eines Speeddatings näher kennenlernen. Dabei versuchten wir, jeweils in der Sprache des anderen zu sprechen, und es war spannend zu hören, was unsere Partnerschülerinnen und Partnerschüler alles mögen.
Der Ausflug hat uns sehr viel Spaß gemacht, und wir haben viel über die Vorteile und potenziellen Gefahren des Wassers gelernt, aber auch darüber, wie man sich und andere durch richtiges Handeln vor solchen Gefahren schützen kann. Außerdem haben wir als Klasse viele wertvolle Erkenntnisse mitgenommen, aus denen wir zahlreiche Ideen für das weiterführende Projekt gewinnen konnten.
L. Grzona
